geschrieben von Daniel Kähny

Mein Ziel ist es jede Woche einen kleinen Karton des historischen Nachlass meiner Vorfahren durchzusehen und aufzuarbeiten.  Dabei ist mir heute ein Dokument aufgefallen, dass erst auf den zweiten Blick wirklich interessant ist. Wir hatten ja schon über die Gründung des Militärvereins Adelhausen im Jahre 1895 berichtet.

Dieses Programm zur "Erinnerungsfeier an die Märztage des Jahres 1848" des Freisinnigen Vereins Lörrach zeigt, dass der Geist der Revolution auch 50 Jahre danach noch in vielen Köpfen vorhanden war. Eine Abordnung des Militärvereins Adelhausen hat an dieser Feier auch teilgenommen. Doch was ist an diesem Programm nun interessant?

Geschrieben von Daniel Kähny und Max Schlenker (Teil 5)

Mein Ur-Ur-Großvater Johann Georg Friedrich Sutter (1807-1866) hat die Wirtschaft 1839 übernommen und bis zu seinem Tod 1866 zusammen mit seiner Frau betrieben. In Gastwirtschaft zur Sonne in Gersbach: Liste der Wirte hatten wir ja über das Schreiben des Amtes berichtet, wo auch erwähnt war, dass J. G. F. Sutter 1839 Betreiber der Wirtschaft war. Das Schreiben hatte jedoch einen anderen Hintergrund. In den Gemeindegesetzen von 1834 gab es zum ersten mal schriftlich und verbindlich festgelegte Vorgaben zur Vergabe von Konzessionen (15. November 1834, Seite 341).

 

 

Auf §18 dieser Verordnung nimmt der letzte Abschnitt des Schreibens des Amtes vom 26. März 1868 an den Gemeinderat in Gersbach Bezug.

"Der G.rath von Gersbach wird unter Bezug auf eine in N. 34 des Statthalter von Schopfheim erhaltene Anzeige des J. G. F. Sutter von der Übernahme der Gastwirtschaft zur Sonne daselbst zum alsbaldigen Berichte aufgefordert, wie es sich mit dieser Übernahme eigentlich verhalte, ... die nach §18 ... erforderliche amtliche Erlaubnis nicht eingeholt worden ist."

Geschrieben von Daniel Kähny

Der Titel dieses Artikels war das Motto der 31. Wanderausstellung der DLG, die 1925 in Stuttgart stattfand. Es war das zweite Jahr nach der Hyperinflation 1923, in der viele ihre Ersparnisse verloren hatten. In den Unterlagen meines Urgroßvaters hat meine Schwester den Ausstellungskatalog der Veranstaltung gefunden, welchen ich digitalisiert habe. Wahrscheinlich hatte mein Urgroßvater die Gelegenheit damals genutzt und die Ausstellung besucht. Deshalb geht es im heutigen Artikel weniger um geschichtliche Ereignisse sondern um technische "Neuheiten" in der Landwirtschaft. Adelhausen war schon immer durch die Landwirtschaft geprägt und die "Mechanisierung" schritt auch hier voran. Ob es 1925 schon einen Kraftpflug oder Schlepper im Ort gab, lässt sich jedoch nicht mehr ermitteln.

Geschrieben von Daniel Kähny und Max Schlenker (Teil 4)

In den vergangenen Teilen hatten wir über die ersten 30 Jahre der Realwirtschaft "zur Sonne" in Gersbach berichtet.

Gastwirtschaft zur Sonne in Gersbach: der Anfang

Gastwirtschaft zur Sonne in Gersbach: Antrag und Concession

Gastwirtschaft zur Sonne in Gersbach: Wie geht es nach 30 Jahren weiter?

Doch wie ist es weitergegangen? Von Amts wegen datiert das nächste Schreiben auf den 26. März 1868 also etwa 100 Jahre später. Das Amt schreibt:

Zu Weihnachten gibt es eine Geschichte von Onkel Fritz Kuder (geb. 1897 / gest. 1983), die vor ziemlich genau 53 Jahren im Markgräler Tagblatt veröffentlicht wurde. Auch diese Geschichte spiegelt den damaligen Zeitgeist, Erzählweise, Heimatverbundenheit und die enge Verzahnung zwischen Kirche und Bevölkerung wieder.

Weitere Geschichten von Onkel Fritz

Viel Spaß beim Lesen einer weiteren Geschichte.

 

Joggelis Weihnachtsbeichte (geschrieben von Fritz Kuder)

"Gell, Joggeli, Du haltsch au dy Wyhnachte." So sprach Klementine, die Ehefrau vom Joggeli und Bäuerin des Hauses, als der Joggeli grad im Begriff war, die Bauernstube zu verlassen. Das rechte Bein hatte er schon angezogen, um über die Türschwelle zu treten. In dieser Haltung blieb er stehen und drehte nur den Kopf nach links, in Richtung Klementine.

"Was häsch gsait, Klementine?" Er hatte gut verstanden, was seine Frau zu ihm sagte, aber es kam etwas überraschend für ihn, deshalb auch die starre Haltung über der Schwelle. "Jo", sagte er nur und ging in den Stall. Das Beichten fiel ihm immer schwer, wenn er auch kein extra harter Sünder war. Er hat schon mal "gedammeret", wenn etwas nicht klappte, aber das ist in Süddeutschland ja keine Sünde, mehr eine kurze Unterhaltung mit Gott und eine Bitte um Hilfe, wenn etwas nicht klappte.

Geschrieben von Daniel Kähny

Wenn ich heute jemanden fragen würde, was ein Rauchhuhn ist, wäre die Antwort wahrscheinlich irgendwo im Umfeld der Kochkunst angesiedelt. Im weitesten Sinne ist das nicht mal so falsch. Die wenigsten würden den Begriff aber mit Steuern und dem "Finanzamt" in Verbindung bringen. Die Rauchhuhnabgabe war eine Steuer bzw. Abgabe. Was es genau damit zu tun hat, erfahrt ihr im Folgenden