Geschrieben von Max Schlenker (Teil 7)

Mittlerweile scheint der Adlerwirt kalte Füße zu bekommen: Die Verhandlungen mit dem Bezirksamt ziehen sich hin und die Adelhuser bestehen auf ihre Forderungen. Die bisherigen Ereignisse könnt ihr hier nachlesen:

 
 
Bei der Vorladung nach Schopfheim hatte er keine Aussage gemacht. Er wolle sich schriftlich äußern. Also richtet der Adlerwirt nun ein fünfseitiges Schreiben vom 28. Januar 1832 an das Bezirksamt, um die Beamten doch noch von seiner Position zu überzeugen. 

Geschrieben von Daniel Kähny

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte Adelhausen zu Österreich. Unsere heutigen Nachbargemeinden Brombach, Hüsingen, Maulburg und Wiechs waren Ausland. Trotzdem gab es mal bessere mal weniger gute Beziehungen zu diesen ausländischen Gemeinden. Über eine Episode mit Maulburg "Eine spannungsvolle Beziehung" hatten wir schon in einem früheren Beitrag berichtet. Doch wie muss man sich eine Staatsgrenze in der damaligen Zeit vorstellen? Ständige Grenzposten gab es nach meinen Recherchen zwischen den Gemeinden nicht. Also kein "Hän sie öbbis zuam verzolle?". Trotzdem war der Grenzverlauf wichtig nicht nur um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Die erste vollständige Landesvermessung nach trigonometrischen Regeln gelang in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Markgrafschaft Baden.

 

Geschrieben von Max Schlenker (Teil 6)

Mittlerweile sind wir im Jahr 1832 angekommen, doch die Gemüter im Wirtschaftsstreit sind keineswegs abgekühlt. Im Gegenteil: In seinen bisherigen Verhören hatte Amtmann Bürkle die Hauptprotagonisten Gerichtsmann Kähni, Vogt Kuder und Kähny lang identifiziert und sie auf den 10. Januar 1832 nach Schopfheim geladen. Seine bisherigen Nachforschungen könnt ihr nochmal hier nachlesen:

 

Geschrieben von Daniel Kähny

Manche werden sich wundern, dass es letzten Freitag keinen Beitrag gab. Dafür gibt es zwei Gründe. Euer Blogger war die ganze Woche unterwegs und wir feiern am 16. Mai 2022 den ersten Geburtstag. Am 16. Mai 2021 erschien der erste Artikel mit dem Titel "Militärverein Adelhausen". Seit diesem Zeitpunkt erscheint fast ohne Unterbrechung am Ende der Woche ein kleiner Artikel. Im Artikel "Eine Zwischenbilanz" hatten wir etwas Statistik betrieben und von 15-25 regelmäßigen Lesern berichtet. Diese Zahl hat sich inzwischen mehr als vedoppelt. Die Zugriffe pro Tag bewegen sich inzwischen in der Größenordnung von 50 bis 70 Lesern, was uns freut. Allerdings erhalten wir so gut wie keine Rückmeldung. Wir wissen nicht, wer den Blog liest und wie oft jemand hier "landet". Deshalb dürft ihr euch gerne melden. Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! könnt ihr uns Anregungen, Wünsche, Kritik oder schlicht und einfach ein paar Grüße schicken. Wir verwenden eure E-Mail Adressen auch nicht weiter, außer  zurückzuschreiben.

 

Umschlag eines Poesie Albums von 1912

Geschrieben von Daniel Kähny (Teil 5)

Der Amtmann Anton Bürkle muss ein geduldiger Mann gewesen sein. Am Ende hatte er 110 Bürger von Adelhausen angehört und ihre Aussagen dokumentiert.

Doch was ist bisher geschehen?

 

Einige der Protokolle geben etwas mehr Aufschluss über das Geschehen. Gerichtsschreiber und Lehrer Motsch (mein Ur-Ur-Ur-Großvater) gibt zu Protokoll:

Geschrieben von Daniel Kähny

Der 29. Oktober 1929 gilt als Geburtsstunde des deutschen Tonrundfunks, heute würde man einfach Radio dazu sagen. "Achtung, Achtung, hier ist die Sendestelle Berlin Vox-Haus auf Welle 400 Meter" lauteten die ersten Worte die auf der Wellenlänge 400 m gesendet wurden, was im heutigen Mittelwellenbereich liegt. Doch was hat das in diesem Blog zu suchen? Zum einen habe ich mich schon immer intensiv mit Radio und Funk beschäftigt, zum anderen habe ich das folgendes Dokument von meinem Urgroßvater gefunden.