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Geschrieben von Daniel Kähny

Die frohen Festtage sind schon länger vorbei :-). Heute kommt seit Langem ein neuer Artikel. Schon vor längerer Zeit hatte ich die verschlüsselte Ansichtskarte an meinen Urgroßonkel Eduard vorgestellt.
Die Krypto Karte von 1899 an Urgroßonkel Eduard von Adelhausen nach Freiburg
Die Auflösung bin ich bis heute schuldig. Verschlüsselung oder Kryptografie ist eine Wissenschaft für sich. Durch einen Artikel in der DBZ (Deutsche Briefmarken Zeitung) bin ich auf die Dauerausstellung „Kryptografie“ im Museum für Kommunikation in Nürnberg aufmerksam geworden.

Dort findet man einen sehr lesenswerten Artikel über die Handverschlüsselung im 20. Jahrhundert. Genau diese Technik hatte der Absender der Postkarte an Eduard auch angewandt. Wahrscheinlich hatten beide eine Chiffrierscheibe oder -schieber verwendet. Unter diesem Link  findet man eine einfache Anleitung, wie man eine solche selbst basteln kann.
Luisa hat den Code auf der Karte auch ohne eine solche Scheibe geknackt. Mit ein paar Überlegungen zu oft verwendeten Buchstaben und Wörtern kann man eine Tabelle erstellen. Hier die Lösung von Luisa im Original:



„Fahre heute Dienstag Mittag zu Frieda nach Konstanz. Näheres Brief folgt später. Herzlichen Gruss & Kuss. Deine Lina“
Lina Motsch ist die zukünftige Ehefrau von Eduard. Die Karte wurde am 21.11.1899 in Rheinfelden gegen 2 Uhr nachmittags verschickt und kam noch am selben Tag in Freiburg gegen 4 Uhr nachmittags an. Die beiden heirateten ein Jahr später.