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Die Feuerwehr Adelhausen feierte 125 jähriges Jubiläum

Details

Die Feuerwehr Adelhausen feierte 125 jähriges Jubiläum

eingestellt >Juni 2005< von Horst Kähny (Urenkel des Gründers).
Mit geringen Abweichungen der Chronik von Adolf Kähny, Ortschronist und Verfasser der Festschrift und mit dessen Zustimmung entnommen.
125 - jähriges Jubiläumsfest vom 28. - 30.05.2005 der
Freiwilligen Feuerwehr Adelhausen
(heute eine Abteilung der Freiw.Feuerwehr Rheinfelden)
>gegründet im Jahre 1880 vom Kaufmann Heinrich Kähny (Bild)<
Eigentlich gehen die Ursprünge einer Feuerwehr in Adelhausen viel weiter zurück. So berichtete im Jahre 1827 Pfarrer Fischer aus Eichsel, bei der Einweihung der Schule in Adelhausen, dass auch eine neue Feuerspritze ausprobiert wurde. Die alte Schule im Hinterdorf, (heute hintere Heinrich KähnyRheintalstraße, Anwesen Alfons Rütschle) war bei einem Großbrand 1825 mit noch 5 weiteren Gebäuden einer Feuerbrunst zum Opfer gefallen.
Auch im Jahre 1803 seien die Gemeinden mit Leitern und Feuereimern ausgerüstet gewesen und jeder verheiratete Mann soll mit einem Feuereimer versehen sein, so
berichtet Oberamtsrat Stork aus Nollingen, der in den ehemaligen rechtsrheinischen Orten der vorderösterreichischen Kameralherrschaft Rheinfelden, eine Art Inventur der Gemeinden die zu Baden kamen, vornahm.
Große Probleme bereitete den Menschen auf dem Dinkelberg immer die Wassernot. So musste bei Bränden das Löschwasser aus den Tiefbrunnen herausgeholt werden, um den Flammen Herr zu werden, da nur wenige offene Wasserstellen, etwa wie Brunnentröge aus den wenigen laufenden Quellen gespeist, oder Bachläufe vorhanden waren. Meistens wurde nur versucht, die Ausbreitung eines Brandes auf Nachbarhäuser zu verhindern.
Im Jahre 1864 erwarb die Gemeinde eine Handdruckfeuerspritze von der Firma Link in Freiburg, da die Vorgängerin aus dem Jahre 1827 nicht mehr zu reparieren war. Diese Spritze versah ihren Dienst bis zum Jahre1953, als eine erste Tragkraftspritze angeschafft werden konnte.
In den Jahren 1870 - 80 machte der Badische Staat Druck auf die Gemeinden, Frw. Feuerwehren zu gründen.
So folgten 1880 58 Bürger von Adelhausen, dem Aufruf von Kaufmann Heinrich Kähny (Bild) und gründeten die Freiwillige Feuerwehr Adelhausen. Am 17. Juli war die Gründungsversammlung. Zum 1. Hauptmann wurde Kaufmann Heinrich Kähny gewählt. Den Rock und die Hose musste jedes Mitglied selbst finanzieren, Helme, Gurte, Leinen und andere Bedarfsgegenstände finanzierte die Gemeinde. In vier Hauptabteilungen war die Wehr aufgeteilt.

1. Baumannschaft, 2. Rettungsmannschaft, 3. Spritzenmannschaft
und 4. Wachmannschaft.

Aus den Statuten der Wehr geht hervor, dass eine straffe Dienstordnung herrschte.
Ein Beispiel: ein Feuerwehrmann der über 10 Minuten zu spät zum Dienst erschien, musste damals 50 Pfennig Strafe bezahlen. In der damaligen Zeit, eine empfindliche Strafe, nach der heutigen Währung ungefähr 5 Euro. Schon früh wurde der Musikverein, der 1891 gegründet worden ist, in die Feuerwehr eingebunden, für 25 Mark im Jahr musste sie bei der Generalversammlung und den Feuerwehrkameraden bei deren Beerdigung spielen. Die Witwe Lais, die eine Wirtschaft in der heutigen Hüsingerstraße, heute Anwesen Pfund und Kühn betrieb, vermachte bei ihrem Tode, der Feuerwehr 500 Mark, mit der Auflage, das Geld anzulegen und den Zins jährlich bei der Generalversammlung oder bei einem Ausflug zu verwenden.

1905 konnte die Wehr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. 23 Wehrmänner konnten für ihre Treue zur Wehr geehrt werden.
Der damals fortschrittliche Bürgermeister Emil Rütschle aus Adelhausen, hatte großen Anteil, dass 1904 mit der Planung und Erstellung einer Wasserleitung auf den Dinkelberg begonnen werden konnte. 1908 war die Wasserleitung fertig gebaut und wurde mit einem großen Fest gefeiert.
Für die Adelhausen Feuerwehr begann ein neues Zeitalter im Feuerlöschwesen. Konnte doch jetzt mit einem neu gekauften Hydrantenwagen die Schläuche direkt an der Wasserleitung angeschlossen werden, um einen Brand zu bekämpfen, oder über die Handfeuerwehrspritze konnte der Druck noch verstärkt werden.
Während des ersten Weltkrieges 1914 -18 wurden alle wehrfähigen Männer zum Kriegsdienst eingezogen und die Altersmannschaft musste den Dienst übernehmen.
16 Kameraden der Feuerwehr sind nicht mehr in die Heimat zurückgekehrt, sie sind gefallen oder waren vermisst gemeldet.
1930 hätte die Wehr ihr 50-jähriges Jubiläum feiern können. Die Festvorbereitungen waren angelaufen, aber ein Hagelwetter am 24. Juni warf alles über den Haufen. Das Hagelwetter richtete so große Schäden an, dass fast die ganze Ernte ausfiel. Auch das Obst an den Bäumen fiel dem Hagel zum Opfer. So wurde das Jubiläumsfest schweren Herzens verschoben und auf das Jahr 1931 verlegt.
Bei herrlichen Hochsommerwetter am Pfingstmontag den 25.Mai 1931 wurde dann das Jubiläum, unter große Beteiligung der Bevölkerung und den Wehren aus den umliegenden Orten gefeiert.
Sechs Gründungsmitglieder waren noch am Leben und wurden für ihre 50- jährige Mitgliedschaft geehrt.

Die Namen der Gründungsmitglieder:
Baumgartner Karl, Fröhle Isidor, Gerwig Konrad, Hohler Karl Friedrich, Hohler Gottfried
und Kähny Johann Friedrich

Ein Großteil vom Überschuss des Festes erhielt der Musikverein Adelhausen, die gleichzeitig auch Feuerwehrmusik ist, für die Anschaffung von neuen Unformen.
Nicht "ein-mal" musste die Adelhauser Feuerwehr in den 50 Jahren im eigenen Dorf zu einem Brand ausrücken. Der letzte Brand in Adelhausen war 1874, als das Anwesen Weber (heute Anton Wernet ) den Flammen zum Opfer fiel. Doch in den umliegenden Ortschaften hat sie immer kräftig mitgeholfen Brände zu löschen. So war sie in Steinen, Maulburg, Anstalt Beuggen, Minseln, Niedereichsel, Obereichsel, Hüsingen, Höllstein, Nollingen und Hagenbacher Hof im Einsatz. Die Alarmierung erfolgte über Feuerläufer oder Feuerreiter zu Pferde. Die Adelhauser Wehr war als schlagkräftige Wehr bekannt.
Trotz der neuen Wasserleitung, gab's doch oft Wassermangel und so wurde manchmal auch versucht mit Jauche das Feuer zu löschen, wahrscheinlich war das keine angenehme Arbeit und es dürfte ein "übles Geschmäckle" in der Luft am Brandplatz gelegen haben.
1939 brach der 2.Weltkrieg aus und wieder mussten die Männer der Frw. Feuerwehr in den Kriegsdienst ziehen. Die Altersmannschaft musste die Lücken schließen, unterstützt von einer weiblichen Feuerwehr. Junge ledige Damen wurden am Hydrantenwagen ausgebildet. Ebenso die männlichen Schüler des 7. und 8. Schuljahres. Dies musste der damalige Kommandant der Wehr >Hermann Kuder< umsetzen.

Die Namen der Damen, die 1944 - 45 Dienst in der Wehr versahen:
Keßler Irma, Löffler Hilde, Hohler Gertrud, Sutter Elsa, Marta Rach, Sutter Gertrud,
Kirchhofer Rosa, Fröhle Alis, Kuder Klara und Rütschle Klara

1944 bestellte die Gemeinde bei der Firma Metz in Karlsruhe eine Tragkraftspritze, die Versandanzeige lag vor, aber in Adelhausen ist die Spritze nie angekommen und so musste sich die Wehr weiter mit der alten Handdruckspritze begnügen. Auch der zweite Weltkrieg forderte seine Opfer aus den Reihen der Feuerwehr Adelhausen. 15 Kameraden sind gefallen oder wurden vermisst.
Nach Ende des zweiten Weltkrieges durfte die Wehr nach Anordnung der französischen Besatzungsmacht nur noch aus 9 Mann bestehen, fast unmöglich im Ernstfall eine erfolgreiche Brandbekämpfung auszuführen. Die Auslese dieser >nur noch< 9 Männer, war nicht einfach und löste damals viel Verärgerung bei den anderen, bisher aktiven und engagierten Feuerwehrmänner aus. Die finanzielle Lage der Gemeinde machte es erst 1953 möglich, eine Tragkraftspritze mit Transportwagen und 210 m. B-Schläuche anzuschaffen. Der Kaufpreis betrug 7.040 DM. Mit der Anschaffung der Motorspritze begann einer neuer Abschnitt in der Brandbekämpfung. Eine Wettkampfgruppe unter Leitung von Horst Kähny wurde gebildet, die an einem Feuerwehrwettkampf in Lörrach, unter Teilnahme von 41 Wehren, überraschend den ersten Platz belegte. Ein schöner Erfolg.

Die Namen der Teilnehmer: Gruppenführer Horst Kähny, mit der Gruppe:
Alwin Rütschle, Richard Gilnik, August Hohler, Franz Kuder, Walter Keßler,
Norbert Keßler, Herbert Gerwig und Adolf Albiez

Vom 25. bis 27.Juni 1955 konnte die Wehr ihr 75-jähriges Jubiläum feiern. Fleißige Hände hatten einen schönen Festplatz vorbereitet und fast wäre das Fest wieder buchstäblich ins Wasser gefallen, gegen Abend des 25. Juni zog ein heftiges Gewitter auf und es schüttete wie aus Kübeln. Der Blitz schlug bei dem Kameraden Eduard Brugger ins Kamin ein. Gott sei Dank, nur ein kalter Schlag. In kurzer Zeit wurde der Festplatz wieder einigermaßen in Ordnung gebracht und das Festprogramm konnte mit einiger Verspätung über die Bühne gebracht werden. Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst in der Kirche in Eichsel, mit anschließender Totenehrung beim Kriegerdenkmal. Nachmittags eine große Schauübung unter Mitwirkung der Nachbarwehr aus Brombach. Das Wasser wurde aus dem etwa 1 km entfernten Löschweiher im Unterdorf, über einen beachtlichen Höhenunterschied herangeholt. Beide Wehren zeigten bei dieser Übung ihren guten Ausbildungsstand.
Als Festpräsident fungierte Pfarrer Schäfer aus Eichsel.

Für 50 jährige Mitgliedschaft wurden folgende Kameraden geehrt:
Kähny Erhard, Rütschle Heinrich, Hohler Karl, Rösch Otto, Rütschle Adolf,
Wieber Karl, Baumgartner Otto, Rütschle Rudolf, Gerwig Alfred, Renk Otto,
Gerwig Adolf, Kirchhofer Alfred, Hohler Adolf und Zettler Gustav

25 Jahre waren bei der Feuerwehr und wurden geehrt:
Walter Kähni, Heinrich Renk, Hermann Sutter
Hermann Kuder wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.

Für besondere Verdienste um die Wehr, ehrte Kommandant Otto Keßler:
Eduard Brugger, Otto Sutter, Karl Albiez
Gruppenführer Horst Kähny und Schriftführer Kurt Sutter

1962 konnte die Feuerwehr in das von der Gemeinde angekaufte Anwesen Haberbusch einziehen. Besonders günstig; der Platz vor dem Gebäude eignet sich viel besser zum Üben, als vorher bei den beengten Verhältnissen auf der Straße vor dem alten Spritzenhaus im Rathaus.
1964 übergab Otto Keßler seine Amt als Wehrführer aus Altersgründen an Alfred Rach ab. Otto Keßler leitete die Wehr seit 1948 und war hauptsächlich an dem Wiederaufbau der Wehr nach dem 2. Weltkrieg beteiligt. Als Stellvertreter von Alfred Rach, wurde Horst Kähny gewählt. Beide übergaben ihre Ämter im Jahr 1981 in andere Hände
Zur Verbesserung der Löschwasserversorgung in Ottwangen, baute die Gemeinde einen Löschwasserbunker auf dem Ottwanger Berg.
Zur Mithilfe beim Brand der Ökonomiegebäude Hornung - Brugger in Ober-Eichsel, am 14. Juli 1969, musste die Adelhauser Feuerwehr ausrücken. Zündelnde Kinder hatten die Gebäude in Brand gesetzt
Am 13. August 1969 morgens um 2 Uhr schlug der Blitz in das Anwesen Sänger in Ottwangen ein. Die herbeigeeilten Feuerwehren von Adelhausen und Eichsel konnten verhindern, dass das Wohnhaus abbrannte und zum Teil gerettet werden konnte, während das Ökonomiegebäude bis auf die Grundmauern völlig niedergebrannt ist. Die vorläufige Schätzung des Schadens, über 150 Tausend DM.
1970 feierte die Wehr vom 11. bis 13. Juli ihren 90. Geburtstag. Endlich hatte die Feuerwehr Adelhausen Glück mit dem Wetter bei ihrem Jubiläum, denn das 50- jährige fiel 1930 wegen Hagelschlag aus und das 75- jährige 1955 war wegen eines schweren Gewitters fast ins Wasser gefallen.
Drei Tage lang feierte man im Festzelt hinter der neuen Schule. Viele Gäste und Kameraden aus den Nachbarwehren, waren nach Adelhausen gekommen, um mit der Feuerwehr von Adelhausen zu feiern.

Für 50 jährige Zugehörigkeit zur Wehr wurden geehrt:
Eduard Brugger, Emil Gerwig, Rütschle Rudolf II und Karl Keßler

25 Jahre waren dabei:
Friedrich Rütschle, Herbert Gerwig, Adolf Albiez und Alwin Rütschle
Zum Ehrenkommandanten wurde Otto Keßler ernannt.

Ende Januar stürzte ein Schweizer Sportflugzeug über der Gemarkung Adelhausen ab. Beide Insassen, ein Fluglehrer und sein Schüler fanden den Tod. Die Feuerwehr Adelhausen, zusammen mit der Polizei, musste eine Wache stellen und die Unfallstelle absichern.
Bei der Eingemeindung 1974 zur Stadt Rheinfelden, verlor auch die Feuerwehr Adelhausen ihre Selbständigkeit und nennt sich seither Feuerwehr Rheinfelden - Abteilung Adelhausen.
1975 am 22. Mai morgens 1/2 4 Uhr brannte die außerhalb stehende Scheune vom früheren Bürgermeister und damaligen Ortsvorsteher Bernhard Kirchhofer in Ottwangen vollständig ab. Sämtliche eingelagerten Maschinen und Futtervorräte wurden ein Raub der Flammen.
Der 18.November 1975, ein besonderer Tag, die Abteilung Adelhausen erhält ein eigenes Löschfahrzeug LF 8. Grund, ein Fest zu feiern. Am 29. - 30 November war die feierliche Übergabe des neuen Fahrzeuges im Rahmen eines gemütlichen Abends in der Dinkelberghalle. Nach einem Festgottesdienst wurde das neue Fahrzeug von Pfarrer Bernhard Wollmann feierlich gesegnet. Am Nachmittag führte die Stadtwehr ihre gesamte Ausrüstung vor, verbunden mit einer Übung der Jugendwehr Rheinfelden.
Am 25.Juli 1976 schlug der Blitz in das Anwesen Fröhle in der Sennmattstraße ein. Zum Glück war es nur ein kalter Schlag, so dass nur ein großes Loch ins Ziegeldach gerissen wurde.
Zum erstenmal wurde am 28.Januar 1977 ein "Preisjass" veranstaltet, der heute noch als Dreikönigsjass eine feste Veranstaltung bei der Feuerwehr ist.
1980: die Abteilung Adelhausen konnte am 17. - 19. Mai ihren 100. Geburtstag feiern. Fleißige Hände waren schon einige Tage vorher dabei, auf dem Platz zwischen der Schule und der Dinkelberghalle ein großes Festzelt zu erstellen. Vor dem Festbankett am Samstag trafen sich die Kommandanten aus dem Kreis Lörrach zu ihrer Jahrestagung in der Dinkelberghalle. Ein vollgefülltes Festzelt mit viel Prominenz konnte Kommandant Alfred Rach beim Festbankett begrüßen. Sogar Feuerwehr-kameraden aus Neumarkt Südtirol waren angereist. Die Jubiläumsveranstaltung wurde musikalisch umrahmt vom Musikverein Adelhausen und dem Männerchor Eichsel. Zahlreiche Gratulanten beglückwünschten die Wehr und überbrachten Geschenke.
Mit einem ökumenischen Festgottesdienst begann der Sonntag, gehalten von den beiden Pfarrern Volk und Metzger mit Totenehrung. Am Ehrenmahl in Eichsel legte Kommandant Rach mit 2 Kameraden einen Kranz nieder. Anschließend spielte der Musikverein Adelhausen zum Frühschoppenkonzert. Für die Hausfrauen blieb diesen Sonntag die Küche kalt, denn das Mittagessen wurde in der Halle serviert. Nachmittags große Schauübung mit den Wehren aus Adelhausen und Karsau, sowie unter Beteiligung der Jugendwehren aus Minseln, Warmbach und Nollingen.
Im Festzelt spielte zur Unterhaltung die Stadtmusik Rheinfelden, der Fanfarenzug aus Karsau und die Alphornbläser aus dem Donautal. Auch der Radsportverein aus Herten zeigte Proben aus seinem großen Repertoire. Die Festansprache hielt Oberbürgermeister King aus Rheinfelden. Der Montag war den Kindern vorbehalten zu Spiel und Spaß. Abends traf sich die ganze Festgemeinde nochmals zum Ausklang. Alles in allem, ein wohlgelungenes Fest, bei dem auch der Wettergott mitspielte und den Feuerwehrmännern ein schönes Wochenende bescherte.
Bei der Generalversammlung am 7.Februar 1981 trat Alfred Rach von seinem Posten als 1. Kommandant ab und auch sein Vize Horst Kähny wollte nicht mehr. Beide hatten seit 1964, 17 Jahre die Geschicke der Wehr geleitet. Wilfried Winkler wurde zum neuen Abteilungskommandanten gewählt und sein Stellvertreter wurde Dietmar Bieger.
Am 16.Mai 1981 nahm eine Wettkampftruppe unter Leitung von Dietmar Bieger an Leistungswettkämpfen in Maulburg teil und errang das Silberne Leistungsabzeichen. 1982 beteiligten sich, ebenfalls in Maulburg, 2 Gruppen für das Silberne und Bronzene Leistungsabzeichen.
Am 24.Oktober 1982, brannte das Ökonomiegebäude des Karl Rudkiewicz ab. Durch den beherzten Einsatz der Wehren Adelhausen und Rheinfelden konnte das Übergreifen der Flammen aufs Wohnhaus verhindert werden.
Am 28.Mai 1983 holten sich 2 Gruppen der Wehr das silberne und goldene Leistungsabzeichen.
Eine weitere Gruppe holte sich am 2.6.1984 in Löffingen das silberne Leistungsabzeichen.
Mit diesen Leistungswettkämpfen wird die Schlagkraft der einzelnen Wehren sehr stark gefördert. Das zeigt sich immer wieder bei den Einsätzen auf allen Ebenen, welchen guten Ausbildungsstand die Feuerwehren in der heutigen Zeit haben.
Ist doch heute die Brandbekämpfung der kleinste Teil der Arbeit, den die Wehren erledigen. Der größte Teil der Einsätze sind: Katastrophen-, Unfall-, Sturm-, Hochwasser- und noch viele kleinere Hilfen, zu denen die Feuerwehren gerufen werden.
In der Generalversammlung am 7. Februar 1986 stellte Abt. Kommandant Wilfried Winkler sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Als neuer Abt. Kommandant wurde Dietmar Bieger gewählt.
Das neue Gerätehaus konnte am 27. und 28. September 1986 eingeweiht werden. 1800 freiwillige Arbeitstunden hatten die Floriansjünger und der Musikverein geleistet, um ihre neue Heimstatt zu schaffen. Alfred Rach wurde für seine Verdienste um die Abt. Adelhausen zum Ehrenkommandanten ernannt.
Am 30.Januar 1989 brach ein Feuer in der Garage des Hans Sutter aus. Die Wehr konnte ein übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern.
Ein Unwetter mit starken Windböen zog am Abend des 16. August 1989 über den Dinkelberg hinweg. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt und Bäume entwurzelt. Die Feuerwehr war bis über Mitternacht im Einsatz, um die größten Schäden zu beseitigen. Zur Hilfe gekommen waren uns die Feuerwehrkameraden aus Warmbach.
Am 29.12.1989 Treibhausbrand bei der Gärtnerei Unger.
Wieder musste die Wehr am 27. Februar 1990 ausrücken, weil schwere Sturmböen viele Dächer abgedeckt hatten.
Am 19. und 20. Mai 1991 feierte die Abt. Adelhausen ihr 110 - jähriges Jubiläum. Das Festbankett fand in der Dinkelberghalle statt. Abt. Kommandant Dietmar Bieger konnte zahlreiche Gäste begrüßen und durfte viele Glückwünsche entgegennehmen.
Die Feier wurde vom Musikverein Adelhausen und dem Fanfarenzug Rheinfelden musikalisch umrahmt. Am Sonntag fand ein Festgottesdienst statt. Nachmittags eine Schauübung auf dem Kegelplatz, anschließend unterhielt der Musikverein Herten die Gäste in der Dinkelberghalle.
Um 1/2 5 Uhr morgens, am 31. Januar 1993, wurde die Abt. Adelhausen alarmiert. Auf dem Heuboden des Reitstalles Dreher war ein Brand ausgebrochen. Unter Mithilfe der Wehren aus Eichsel und Rheinfelden konnte der Brand bald gelöscht werden. 30 Pferde mussten in Sicherheit gebracht werden. Lediglich ein Pferd musste wegen einer Platzwunde behandelt werden.
Eine außergewöhnliche Dinkelbergübung fand am 25. Juni 1993 statt. Diesmal war ein angenommener Waldbrand in der Gegend der Kreuzeiche zu löschen. Die Wehren von Adelhausen, Degerfelden, Eichsel, mit Unterstützung der Feuerwehr-kameraden aus Brombach, mussten Kilometerlange Schlauchleitungen verlegt werden, um das Löschwasser herbeizuschaffen. 16 Fahrzeuge waren im Einsatz und die Übung verlief zur vollsten Zufriedenheit der Verantwortlichen.
In der Generalversammlung am 21. Januar 1997 wurde Kurt Sutter aus Lörrach, für seine Verdienste um die Feuerwehr Adelhausen zum Ehrenmitglied ernannt. Einen hl. Florian erhielt Adolf Gottfried Kähny für seine über 40 jährige Mitarbeit in verschiedenen Ämtern im Gesamtvorstand der Abt. Adelhausen.
19. und 20. Februar 1999: Bei ergiebigen Regenfällen wurde die Gärtnerei Erdmann in Ottwangen total überschwemmt. Die Wehr musste 2 Heizölfässer aus den Regenfluten bergen. Großes Hochwasser in der ganzen Raumschaft Rheinfelden. Die Rheinbrücke in die Schweiz musste gesperrt werden. Auch die Abt. Adelhausen musste in Rheinfelden helfen, Keller auszupumpen.
Großeinsatz 2. Weihnachtstag 1999. Der Orkan "Lothar" richtete große Schäden an. Wieder wurden Dächer abgedeckt und zahlreiche Obstbäume umgerissen und am schlimmsten sah es in den Wäldern aus, ganze Schneisen riss der Orkan in die Baumbestände. Besonders betroffen waren die Nadelwälder. Für die Feuerwehr Arbeit in Hülle und Fülle, mithelfen die größten Löcher in den Dächern notdürftig zu stopfen und die Wege von den umgestürzten Bäumen zu befreien.
Am 17. Juni 2000 fuhr eine Abordnung der Wehr, ins "Andere Adelhausen" In Thüringen um an den Feierlichkeiten der 1200 Jahrfeier der Gesamtgemeinde Straufheim teilzunehmen.
2001 Wechsel an der Spitze der Abt. Adelhausen. Zum neuen Chef der Abteilung Adelhausen, wurde Erich Frech gewählt. Neuer Vize wurde Dietmar Bieger.
Juni 2001: Nach Erreichung seines 65. Lebensjahres wurde Alfred Rach, Ehrenkommandant der Abt. Adelhausen feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Alfred Rach führte die Wehr von 1964 bis 1981. Seit 1998 vertritt er die Altersabteilung im Feuerwehrausschuss.
Vom 5. - 7. Oktober 2002 waren die Thüringer "Adelhäuser" Feuerwehr-Kameraden bei uns zu Gast. Nach einem Sektempfang, eine Dorfbegehung mit dem Ortschronisten Adolf Kähny. Abends schloß sich ein gemütliches Zusammensein an, um einander besser kennen zu lernen. Am zweiten Tag war Dietmar Bieger mit den Gästen auf einer Rundreise durch unsere nähere Umgebung. Der allgemeine Tenor: Es waren schöne Tage, die wir miteinander verbringen durften, in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen.
Einige Veränderungen in der Abteilungsleitung gab's an der Generalversammlung im Januar 2004, so wurde der aus gesundheitlichen Gründen ausscheidende 2. Abtg. Kommandant Dietmar Bieger durch Jürgen Streule ersetzt und das Amt des Schriftführers übernahm Gerd Hüglin von Jürgen Streule.
Erwähnenswert sind auch die alljährlich wiederkehrenden Dinkelbergübungen der drei Abteilungen Adelhausen, Degerfelden und Eichsel, die immer abwechselnd in einem der drei Orte stattfinden, um so die Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander zu stärken. Das Abbrennen des Fasnachtsfeuers mit Bewirtung, die Bewirtung bei der Holzversteigerung, das Sammeln von Schrott und Alteisen, die etwas Geld in die Kameradschaftskasse bringen sollen. Der Preisjass, früher in der Dinkelberghalle, in den letzten Jahren am Dreikönigstag im Feuerwehrhaus, der immer etliche "Jasser" auf den Dinkelberg zieht, um ein Stück von einer geschlachteten Sau zu ergattern.
Auch die fast jährlichen, schönen Ausflüge, ein kleiner Dank an die Feuerwehrleute, für ihre geleistete Arbeit durchs Jahr hindurch. Manchmal unterbrochen von einem "Fürwehrhock" im Feuerwehrhaus, wo dann auch die "älteren Jahrgänge" teilnehmen können, die nicht mehr so gut zu Fuß sind.
Erwähnenswert auch die gute Kameradschaft mit den Nachbarwehren und die reibungslose Übergangszeit, als wir in die Gesamtwehr Rheinfelden eingegliedert wurden. Ein großer Verdienst des damaligen Stadtkommandanten Hermann Senger, seinem Nachfolgern Hubert Winkler und Gerhard Salg.
Auffallend, die in den letzten Jahren immer mehr zunehmenden Unwetter, begleitet von schweren Sturmböen, die meistens große Schäden anrichten und den Feuerwehren etliches an Mehrarbeit bringen. Auch die Hochwassergefahr nahm in den letzten Jahren immer mehr zu. Wir auf dem Dinkelberg sind eigentlich weniger davon betroffen und können deshalb die Wehren im Rheintal beim Einsatz unterstützen.
Mir als alten Feuerwehrkameraden, seit 57 Jahre Mitglied der Feuerwehr Adelhausen, viele Jahre als Kassierer, Vereinswirt und Vertreter der Altersmannschaft, hat es Spaß gemacht dabei zu sein. Es war auch eine Ehre für mich, die Festschrift zum 125 - jährigen Jubiläum schreiben zu dürfen. War ich doch seit 1948 mit Leib und Seele bei der Feuerwehr und die Kameradschaft war in dieser Zeit immer eine Gute.
Es waren schöne Jahre !!!

So wünsche ich der Freiwilligen Feuerwehrabteilung Adelhausen, alles Gute in der Zukunft,
wenig Brände und sonstige Einsätze und vor allem eine gute Kameradschaft,
sie ist das "A" und "O" in einer Feuerwehr.
Adelhausen im Februar 2005, Euer Adolf Gottfried Kähny