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Kleine Chronik über Adelhausen & Eichsel

Details

Kleine Chronik über die beiden Dinkelbergerdörfer “Adelhausen und Eichsel”

„dem Familienbuch (1997) von Adolf Gottfried Kähny, Adelhausen entnommen“
-eigestellt von: Horst Kähny (2008)-
Die Ursprünge der beiden Siedlungen gehen weit zurück. Schon die Kelten besiedelten den Dinkelberg.Ihre Spuren fand man in der Nähe der Kreuzeiche, wo sie etwa 2- 300 Jahre vor Chr. eine Viereckschanze erstellt hatten.Auch die Römer hinterließen ihre Spuren. Scherbenfunde auf dem Gewann Heidenacker in Adelhausen und auf der Gemarkungsgrenze zwischen Adelhausen und Eichsel beim Mägdebrunnen, sowie auf dem Maueracker in Eichsel.
Später besiedelten die Alemannen unsere Gegend. Alemannische Steinkistengräber wurden gefunden in Adelhausen, Gewann Heidengräber, in Nieder Eichsel oberhalb der Kapelle und im Hagenbacher Wald, Obmanns Grab.
ca. 800 n.Chr.;Nach der Christianisierung durch den hl. Fridolin und den hl. St.Gallus, muß schon etwa um das Jahr 800 n.Chr. eine kleine Kirche in Eichsel gestanden haben, denn nach der Legende wurden die drei Jungfrauen Kunigundis, Mechtundis und Wibranda, die auf den Dinkelberg gekommen waren und bei Bauern von Rapperschwyhr Unterkunft fanden, nach ihrem Tode in und bei der Kirche in Eichsel begraben.
1192;Die erste noch erhaltene urkundliche Erwähnung der beiden Gemeinden geht auf das Jahr 1192 zurück, als freie Bauern von Adelhausen, der Kirche in Eichsel 2 Juchard Land schenkten.
1286;wird die noch kleine Kirche in Eichsel von Pfarrer Berthold von Heidelberg erweitert.
1302;Politisch gehörten die beiden Orte zur Grafschaft Rheinfelden, denn im Jahre 1302 wird in einem Rechtsstreit, zwischen Otto von Rötteln, der Burgherr auf der Feste zu Rheinfelden war, und Bauern von Adelhausen entschieden, daß das Dorf zur Burg nach Rheinfelden gehöre und dorthin steuerpflichtig sei.
1445;wurde Eichsel von den einfallenden Baslern verwüstet und niedergebrannt.
1469 – 1474;Unter der Schreckensherrschaft des Peter von Hagenbach, 1469- 1474, der von Herzog Karl von Burgund, als Landvogt eingesetzt worden war, litt unsere Gegend unter hohen Steuern und Abgaben, die Peter von Hagenbach rücksichtslos eintreiben lies. Seinem bösartigen Treiben wurde ein Ende gesetzt. 1474 wurde er in Breisach gefangen genommen, von einem Gericht zum Tode verurteilt und enthauptet.
1504;etwa 5.000 Menschen sollen auf den Dinkelberg nach Eichsel gekommen sein, um an der Heiligsprechung der drei Jungfrauen teilzunehmen.
1618 – 1648;Schwer zu leiden hatten die Bewohner der beiden Dörfer im dreißigjährigen Krieg, 1618 - 1648.
Plünderungen, vernichtete Ernten und angezündete Häuser waren an der Tagesordnung.
1719;Im Jahre 1719 ist das Pfarrhaus in Eichsel durch Blitzeinschlag abgebrannt.
1734;wehrten sich Adelhauser Bauern gegen 20 Liechtensteinische Soldaten, die in Adelhausen plünderten, Frauen mißhandelten und vergewaltigten. Fünf von ihnen wurden von Adelhauser Bauern getötet und der Rest vertrieben.
1750;Nach der Zerstörung der Feste auf dem Rhein durch die Franzosen, wurde Adelhausen und Eichsel der Kameralherrschaft Rheinfelden zugeschlagen.
1792;Nach jahrelangen Streitigkeiten zwischen den vorderösterreichischen Dörfern der Herrschaft Rheinfelden und der Herrschaft Röttlen, wegen den Gemarkungsgrenzen, wurden diese 1792 endlich beigelegt. Der Siebenbannstein wurde erneuert.
1803;Nach dem Friedensschluß von Luneville wurden die rechtsrheinischen Gebiete der ehemaligen Kameralherrschaft Rheinfelden um 1803 Baden zugeschlagen.
1814;bricht im Schloß zu Beuggen, das der Schwarzenberg Armee als Lazarett diente, eine Typhusepedemie aus und überzog die ganze Gegend. 97 Bewohner von Adelhausen und Eichsel erlagen der Seuche. Das waren etwa 10 % der Bevölkerung der beiden Orte.
1817;Nur drei Jahre später, ein Hungerjahr, die Ernte soll fast vollständig ausgefallen sein.
1825;Großbrand in Adelhausen. Sechs Häuser fielen den Flammen zum Opfer, unter ihnen das alte Schulhaus.
1848;Schlechte Erntejahre und politische Folgen der 1848er Revolution waren der Anlass, daß weit über 100 Einwohner der beiden Dörfer ihre Heimat verließen und nach Amerika auswanderten.
1904 – 1908;wurde die Wasserleitung auf den Dinkelberg gebaut.
1916;ein Fesselballon ging über Eichsel nieder.
Durch ausströmendes Gas explodierte der Ballon. 1 Todesopfer und 2 Schwerverletzte.
1914 – 1918;21 Soldaten aus Adelhausen und 19 aus Eichsel sind im 1. Weltkrieg 1914- 1918 gefallen.
1920;Dr. Karl Fritz, 1864 in Adelhausen geboren, wurde 1920 in Freiburg zum Erzbischof gewählt.
1930;schweres Hagelwetter über dem Dinkelberg, fast die ganze Ernte wurde vernichtet.
1939 – 1945;Im 2. Weltkrieg, 1939 - 1945 sind von Adelhausen 23 und von Eichsel 29 Soldaten gefallen, oder werden vermißt.
1953;schweres Unwetter über dem Dinkelberg, besonders Nieder - Eichsel wurde durch Hochwasser stark betroffen.
1961;Im Dezember 1961, konnte nach zweijähriger Bauzeit in Adelhausen das neue Schulhaus eingeweiht werden.
1974;Adelhausen und Eichsel werden nach Rheinfelden eingemeindet. Die Dinkelberghalle in Adelhausen wurde fertiggestellt.
1978 – 1985;In den Jahren 1978 - 1985 wurde die Kirche in Eichsel, innen und außen vollständig renoviert.
1981 – 1984;wurde das Gemeindezentrum in Eichsel erstellt. Die Einweihung fand am 21. - 23 September 1984 statt.
1989;Schwere Schäden verursachte ein Gewittersturm im August 1989.
1992;Adelhausen feierte seinen 800. Geburtstag mit einem großen Fest.